Gutenberg erfordert Handlungsbedarf

Heute möchte ich die Aufmerksamkeit für Nutzer des beliebten Content-Management-Systems WordPress auf ein wichtiges Thema lenken. Es geht um GUTENBERG, den neuen Editor, der mit dem WordPress Release 5.0 eingeführt wird.

Mit dem “großen” Update gibt es entscheidende Neuerungen – eine neue Ära in der Geschichte von WordPress.

Langfristig gesehen wird Gutenberg bahnbrechende Neuerungen bringen und das Handlling insgesamt erleichtern. Eingeführt wird Gutenberg voraussichtlich in drei Schritten, während Step 1 in Kürze ansteht. 

Die Bezeichnung EDITOR erscheint erstmal profan. Jedoch ist das Thema komplexer als es auf den ersten Blick scheint. Denn es geht nicht nur um ein paar neue Symbole zum Formatieren von Text. Vielmehr greift Gutenberg in die gesamte Struktur ein und verändert das Handling von Seiten, Posts, Widgets und weiteren Elementen zur Strukturierung von Inhalten elementar.

Bei der Neuerstellung von Webseiten mit dem neuen Editor sehe ich keine großen Probleme. Gutenberg bietet viele Werkzeuge und Features, die das Erstellen von Inhalten wesentlich einfacher und komfortabler gestalten und folglich insgesamt weniger Erweiterungen benötigt werden, um professionelle Webseiten zu gestalten.

Die Herausforderung sehe ich bei bestehenden WordPress Projekten, vor allem im Zusammenspiel von Gutenberg mit den vorhandenen Themes und Plugins sowie integrierten Pagebuildern. Die meisten Entwickler arbeiten parallel zur Entwicklung von Gutenberg und versuchen ihre Themes und Plugins anzupassen, um zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gutenberg-kompatibel zu sein. Inwieweit dies gelingen wird, kann wohl keiner mit Gewissheit sagen. Vorteilhaft ist, wenn man in der Vergangenheit darauf geachtet hat, nur solche Plugins und Themes einzusetzen, die von den Entwicklern in kurzen Abständen gewartet werden und gute Bewertungen aus der Community der WordPress User erhalten haben. Aber auch das ist kein Garant für einen reibungslosen Übergang.

 

Ich empfehle folgende Vorgehensweise:

Unverzüglich:

  • Vorkehrungen treffen, so dass das Release auf WordPress 5.0 nicht automatisch stattfindet, sondern manuell eingespielt werden kann. So hat man das Geschehen besser unter Kontrolle und kann vor der Umstellung Vorsorge treffen
  • für regelmäßige Backups sorgen, die das neue Release bei Bedarf zuverlässig zurücksetzen können auf den vorigen Stand
  • die WordPress Installation so vorbereiten, dass die Möglichkeit des Umstellens auf den alten Editor sichergestellt ist

Nach Veröffentlichung des Release 5.0:

  • kontrolliertes Update. Bei komplexen Projekten ist es sinnvoll, dies in einer Testumgebung durchzuführen um zu prüfen, ob die aktiven Plugins nach der Umstellung fehlerfrei arbeiten, ob das Theme das Design korrekt ausliefert und ob der neue Editor in dieser Konstallation fehlerfrei arbeitet
  • bei Bedarf Anpassung des Layouts und Ersetzen von nicht-kompatiblen Plugins
  • unter Umständen Restrukturierung der Inhalte
  • bei Bedarf Schulung der Mitarbeiter auf die geänderte Handhabung

 

Entspannt und gelassen

können Nutzer mit einem WordPress Wartungsvertrag das Geschehen beobachten. Die Umstellung ist im Service enthalten.

 

Unterstützung gewünscht?

Wenn Sie Unterstützung wünschen biete ich Ihnen gerne meinen WordPress Wartungsvertrag  an sowie auch die individuelle Unterstützung per Coaching, Workshop, im Seminar oder im Rahmen meines Dienstleistungsangebotes.

 

Fazit

Meiner Meinung nach wird Gutenberg vor allem diejenigen Nutzer zum Schwitzen bringen, die noch keine umfangreichen Erfahrungswerte mit WordPress haben und mit der Betreuung eines bestehenden Projekts beauftragt sind. Diesen Usern möchte ich wirklich ans Herz legen, sich über die Änderungen zu informieren und die oben beschriebenen Punkte zu beachten. Wie beschrieben macht es m.M.n. Sinn, das Update nicht automatisch mitzugehen, sondern manuell auszulösen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Natürlich sollte nicht zuviel Zeit verstreichen bis zum Update, um ein Sicherheitsrisiko zu vermeiden.

 

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